8. Therizinosaurus

Besonders auffällig neben der bunten Färbung (die natürlich eine Vermutung der Forscher ist), sind beim Therizinosaurus die riesigen Krallen an den Vorderbeinen, die auch auf dem Bild zu sehen sind. Diese waren etwa 1 Meter lang
Die Krallen waren auch zunächst alles was die Forscher 1948 in der Mongolei von diesem Dinosaurier fanden. Sie dachten aber aus irgendeinem Grund, dass es sich dabei um Rippen handelt. Daher stellten sie sich ihn als grosses schildkrötenartiges Tier vor.
Erst als nach und nach weitere Skelett-Teile gefunden wurden, schälte sich heraus, wie der Therizinosaurus wohl aussah. Dennoch bleibt es natürlich ein kleines Rätsel warum ein Pflanzenfresser solche gigantischen gefährlich aussehenden Krallen benötigt. Forscher vermuten: Entweder um sich gegen Raubsaurier zu verteidigen
7. Spinosaurus

Den Spinosaurus stellen sich Forscher lange Zeit als eine Art Konkurrenten des Tyrannosaurus Rex vor. Also ein auf 2 Beinen laufender Raubsaurier, der landlebende Dinosaurier jagt. Nur zusätzlich mit einem „Segel“ auf dem Rücken.
Doch umso mehr bekannt wurde von diesen Dinsosauerier und um so mehr Fossileien gefunden wurden, änderte sich das Bild. Inzwischen gehen viele Forscher davon aus, dass der Spinosaurus ein semiquatisches Tier war, das einen grossen Teil seines Lebens in den flachen Gewässern einer Watt- oder Deltalandschaft verbrachte. Wenn er nicht schwamm, bewegte er sich wahrscheinlich auf allen Vieren. Mit seinen eher kurzen Beinen und dem extrem langgezogen, flachen Schädel erinnert er etwas an ein riesiges vorsintflutliches Krokodil.
Er jagte vermutlich auch hauptsächlich Fische und Flugsauriern, die wasserten.
6. Microraptor

Den Microraptor stellt man sich aufgrund seines Namens schnell wie eine winzige Variante eines Raptoren wie zum Beispiel des Tyrannosraus Rex vor, der allerdings Urzeit-Insekten jagt statt andere Dinosaurer. Auch das Skelett unterstützt auf den ersten Blick diese Vermutung.
Allerdings sind Forscher zu einem ganz abweichenden Bild gelangt, als die sie Microraptor rekonstruierten. Er sieht einen heutigen Vogel verblüffend ähnlich. Allerdings konnte er sehr wahrscheinlich nicht wirklich fliegen, denn er konnte die Flügel nicht schlagen. sondern eher ein paar Meter gleiten, wenn er zum Beispiel auf einen Ast kletterte oder bei einem Abhang Anlauf nahm.
Klein war er allerdings tatsächlich:
5. Iguanodon

Der Iguanodon gehört zu den ersten Dinosauriern, deren Fossilien jemals entdeckt wurden. Bereits im Jahr 1809 stieß ein englischer Geologe nahe Sussex auf ein Fragment eines Schienbeins – ein Fund, der später dem Iguanodon zugeordnet wurde. In den folgenden Jahrzehnten tauchten weitere Knochenteile auf, die allmählich ein vollständigeres Bild dieses urzeitlichen Pflanzenfressers ermöglichten.
Schon früh versuchte man, sich vorzustellen, wie dieses Tier wohl ausgesehen haben könnte – und so entstanden erste Rekonstruktionsversuche, die sich jedoch im Rückblick oft als ziemlich fantasievoll erwiesen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Iguanodon oft als massiger, godzillaartiger Koloss dargestellt . Etwa ein Jahrhundert später wirkten die Darstellungen schon deutlich eleganter und leichter gebaut – fast wie ein übergroßes, reptilienartiges Rind. In neueren Rekonstruktionen bekommt er zusätzlich einen schnabelähnlichen Kiefer, der an eine Ente erinnert – ein Detail, das früher völlig übersehen wurde.
Auch wenn moderne Wissenschaft und Technik uns helfen, dem tatsächlichen Aussehen näherzukommen, bleibt eine hohe Unsicherheit bestehen. Wahrscheinlich würden wir heute trotzdem staunen, wenn wir einem echten Iguanodon begegnen könnten – denn trotz aller Fortschritte der Forscher sähe er vermutlich ganz anders aus, als wir es erwarten.
4. Sauropoden

Die Sauropoden gehören zu den bekanntesten Dinosauriern – und zu den gewaltigsten: pflanzenfressende Riesen, schwerer und länger als jedes andere Landtier der Erdgeschichte.
Doch sahen sie in ihrer natürlichen Umgebung wohl anders aus, als man sich das lange vorstellte:
Denn lange stellte man sie sich wie riesige Giraffen vor – mit steil aufgerichtetem Hals. Manche Paläontologen glaubten sogar, sie seien zu schwer für das Leben an Land. Die Theorie: Sauropoden lebten im Wasser, nur der Kopf schaute heraus – der Hals diente quasi als gigantischer „Schnorchel“. Wenn sie doch mal an Land kamen, dann nur kriechend, den Bauch auf dem Boden, den Schwanz hinter sich herschleifend.
Heute wissen wir es besser. Die Wirbelstruktur des Halses zeigt: Ein senkrecht aufgerichteter Hals war kaum möglich – und selbst wenn, hätte ihr Herz den Blutdruck vermutlich nicht geschafft. Stattdessen trugen Sauropoden Hals und Schwanz eher waagerecht. Der Schwanz diente vermutlich als Gegengewicht, und wurde nicht hintergeschliffen
Und so bleibt am Ende eine faszinierende Frage: Wozu überhaupt dieser riesige Hals, wenn er nicht hochgereckt wurde? Mögliche Antworten reichen von „Weide-Reichweite ohne Laufen“ bis hin zu „Selektionsmerkmal bei der Partnerwahl“.
3. Carnotaurus

Zwar hatten die Forscher gleich zu Beginn einen recht guten Eindruck davon wie der Carnotaurus ausseh, denn das im heutigen Argentinien gefundene Skellett war relativ vollständig und sogar Hautabdrücke waren vorhanden. Dennoch weicht der Carnotaurus davon ab, wie wir uns normalerweise einen Raubsaurier vorstellen
Auffällig sind vor allem die extrem verkürzten Vordergliedmaßen – so stark reduziert, dass man sie kaum noch als „Arme“ bezeichnen kann. Zwar hatte auch der Tyrannosaurus rex auffallend kleine Vorderbeine, doch beim Carnotaurus wirken sie nur noch wie verkümmerte Überreste, die keinerlei funktionalen Nutzen mehr besitzen.
Eine weitere auffällige Abweichung vom „gewohnten Bild“ ist der kompakte, robuste Schädel mit den zwei Stirnhörnern – ein Merkmal, das bislang nur beim Carnotaurus nachgewiesen wurde. Es wird vermutet, dass zwei Carnotauren bei Rangkämpfen frontal aufeinander zurannten und mit den Köpfen zusammenstießen. Der Schädel war offenbar so stabil gebaut, dass er solche Aufpralle ohne größere Schäden am Gehirn überstand.
Der Carnotaurus war mit einer Länge von 9 Metern und einen Gewicht von 2 Tonnen ein grosser Theropode. Es wird vermutet, dass er ein sehr guter und schneller Läufer war und auch die grossen Sauropoden zu seiner Beute zählten.
2. Dilophosaurus

Einem breiten Publikum bekannt wurden die Raubsaurier vor allem durch den Kinoerfolg Jurassic Park. In einer der bekanntesten Szenen attackieren sie den „sympathischen“ Programmierer Nedry, indem sie ihn mit einer giftigen Flüssigkeit bespucken und ihn dadurch blenden. Diese Darstellung sorgte zwar für einen bleibenden Eindruck, vermittelt jedoch ein falsches Bild des tatsächlichen Dilophosaurus.
Im Film wurden die Tiere als verhältnismäßig klein dargestellt – gerade einmal kniehoch im Vergleich zu einem Menschen. In Wirklichkeit erreichte ein ausgewachsener Dilophosaurus jedoch eine beachtliche Größe: Mit seiner Körperhöhe überragte er den Menschen deutlich, und mit Schwanz konnte er eine Gesamtlänge von bis zu sieben Metern erreichen bei einem Gewicht von einer halben Tonne
Auch die spektakulären Film-Elemente wie das Spucken einer ätzenden Flüssigkeit oder der auffällige, sich aufstellende Nackenschild sind reine Fiktion. Wissenschaftliche Untersuchungen liefern keinerlei Hinweise darauf, dass der Dilophosaurus über solche Fähigkeiten oder Merkmale verfügte
1. Velociraptor
Ebenfalls wurde ein falsches Bild vom Velociraptor durch den Film „Jurassic Park“ aber auch durch Dino-Dokus etc vermittelt. Oftmals wird er als hochintelligenter und gefährlicher Dinosaurier von erheblicher Grösse dargestellt mit der „typisch“ glatten oder leicht geschuppten Reptilienhaut.

Tatsächlich war der Velociraptor ein eher kleiner Dinosaurier. Einen ausgewachsenen Menschen würde er nur knapp bis über Knie reichen. Sein Gewicht lag bei ungefähr 15 Kilo. Und er war wahrscheinlich gefiedert. Im Grossen und Ganzen wirkt er auf vielen Rekonstruktionen eher wie eine missgünstige Ente.

Aber: Der Velociraptor war ein Fleischfresser, der gefährliche Krallen an Füssen und Händen trug, die zur Jagd geeignet waren, als auch eine Hilfe beim Klettern auf Bäume waren. Er konnte nach Berechnungen knapp 40 Km/h rennen und er gehörte vermutlich zu den intelligentesten Dinosauriern

