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Die Top 10 der Grössten U-BOOTE der Welt

Die Top 10 Liste der größten U-Boote der Welt zeigt sowohl die größten Jagd-U-Boote als auch die grössten Strategischen U-Boote; die grössten Atom-U-Boote und die grössten U-Boote mit konventionellen Antrieb.

Jagd-U-Boote dienen der Aufklärung und der Jagd auf feindliche U-Boote und andere Schiffe + Landziele. Sie sind in der Regel deutlich kleiner als die Strategischen U-Boote, wie wir auch in der Top 10 der Grössten U-Boote der Welt sehen werden.

Strategische U-Boote hingegen sind ein wichtiger Bestandteil der nuklearen Zweitschlagfähigkeit eines Staates, daher eigentlich nur für offizielle (und inoffizielle Atommächte) interessant.

Moderne Strategische U-Boote (und auch einige Jagd-U-Boote) nutzen heutzutage einen kleinen Kernreaktor als Energiequelle und könnten damit prinzipiell so lange die Brennstäbe reichen (20-30 Jahre) in Tauchfahrt bleiben, allerdings muss natürlich die Mannschaft mit Lebensmitteln versorgt werden.

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10. Das grösste moderne deutsche (in Deutschland gebaute) U-Boot

Dolphin-Klasse
U-BootBoot-Klasse 212
LandDeutschland
Antriebdiesel-elektrisch
VerwendungJagd-U-Boot; Dolphin II vermutlich auch strategisch
Variante LängeDolphin II: 68,6 Meter
218SG: 70 Meter
BesonderheitAir-Independent Propulsion

U-Boote mit konventionellen Antrieb Made in Germany sind ein begehrter Exportartikel.

So die Dolphin II-Klasse, wovon derzeit 3 Boote in der Marine Israels ihren Dienst leisten. Es handelt sich um eine gestreckte Version der U-Boot-Klasse 212. Die Dolphin II bringt es auf eine Länge von 68.6 Meter.

Als Besonderheit hat die Dolphin zusätzlich zu den Standard-Torpedo-Rohren, 4 grosse Rohre mit dem Durchmesser von 65 Zentimetern. Experten vermuten: Daraus könnten Marschflugkörper vom Typ Popeye Turbo abgefeuert werden. Dieser israelische Eigenbau kann mit einem Atom-Sprengkopf bestückt werden. So würde die inoffizielle Atom-Macht ihre Zweitschlagfähigkeit sichern.

Ein Stückchen grösser mit einer Länge von 70 Metern ist eine andere Variante des Typs 212: Die U-Boot-Klasse 218. Sie wird nach Singapur exportiert, mindestens ein Boot dieser Klasse mit diesel-elektrischen Antrieb fährt schon.

Das aus einem Elektromotor, einem Dieselgenerator, einem Brennstoffzellengenerator und einer Batterie bestehende Antriebssystem des Typs 212A benötigt keine Aussenluft. So können U-Boote dieser Klasse wochenlang auf Tauchfahrt bleiben

Noch grössere Varianten in der Zukunft

Noch grösser ist die Dakar-Klasse, welche wieder zusammen mit Israel entwickelt wird und den Nachfolger der Dolphin-Klasse darstellt. Eine genaue Grösse ist allerdings noch unbekannt.

73 Meter lang werden die U-Boote der Klasse 212 CD, die Deutschland zusammen mit Norwegen entwickelt. Auch hier sind Brennstoffzellen an Bord. Zusätzlich verfügen sie über IDAS, ein Flugabwehrsystem welches Flugzeuge auch aus dem getauchten U-Boot abschießen kann.

Die Dakar- und die 212 CD-Klasse existieren zur Zeit (Anfang 2022) erst auf dem Reissbrett.

9. Das grösste deutsche U-Boot aller Zeiten

grösstes deutsches U-Boot jemals
Von der US Navy aufgebrachte U-234 vom Typ X
U-BootTyp X
LandDeutsches Reich
TypMinenleger
Einsatz1941 bis 1944
Länge89,8 Meter
Besonderheit18 Minenschächte mit 66 Minen

Auf den 9. Platz in dieser Top 10 sind die U-Boote der Klasse X getaucht. Mit einer Länge von 89,8 Meter sind diese U-Boote nicht nur die grössten deutschen aller Zeiten, sondern waren auch die grössten während des gesamten 2. Weltkrieges.

Typ X war nicht als Jagd-U-Boot, sondern als Minenleger konzipiert.

Neben 2 Torpedo-Rohren am Heck und 3 Flak-Geschützen zur Flugabwehr war er daher mit 18 Minenschächten mit maximal 66 Minen versehen.

Die deutsche Marine benutzte das Boot auch als Transporter. Dann wurden statt der Minen, wasserdicht verpacktes Frachtgut in den Schächten gelagert.

6 der insgesamt 8 Boote der Klasse X wurden im Krieg versenkt (4 davon versenkte die Besatzung selbst). Ein Boot landete schlussendlich bei den Amerikanern, das letzte verbliebene bei den Japanern.

8. das grösste U-Boot mit konventionellen Antrieb

KlasseQing-Klasse
LandChina
VerwendungExperimental
Länge92,6 Meter
BesonderheitPrototyp / Einzelstück

Das größte diesel-elektrisch angetriebene U-Boot hingegen ist die chinesische Qing-Klasse.

Mit 92,6 Meter ist das 2012 in Dienst gestellte Boot nur wenige Meter länger als der deutsche Typ X vor 70 Jahren.

China hat bisher nur ein einziges U-Boot dieser Klasse gebaut und nutzt es als „Experimental-Boot“, um verschiedene Waffensystem zu testen

So verfügt es über 2 Torpedorohre (wenig für ein Jagd-U-Boot), zugleich hat es aber 3 im Turm eingebaute Abschussvorrichtungen für (kleinere) Raketen und 4 für Marschflugkörper.

7. das grösste amerikanische Jagd-U-Boot

Eine Seewolf bricht durch arktisches Eis
KlasseSeawolf-Class
LandUSA
Antriebnuklear
VerwendungJagd-U-Boot
Bewaffnung8 × 660 mm Torpedorohre
LängeStandard: 108 Meter
USS Jimmy Carter: 138 Meter
Besonderheitgebaut aus HY-100 Stahl

Die grössten U-Boote der US Navy, die für die Jagd auf andere U-Boote und Schiffe konzipiert sind, sind die Boote der Seawolf-Class mit der Länge von 108 Meter.

Amerika und plante und baute die Seewölfe während des kalten Krieges. Sie waren in erster Linie darauf ausgerichtet, die riesigen russischen strategischen U-Boote zu jagen und zu zerstören. Da ein oder 2 Torpedotreffer diese nicht versenkt hätten, ist die Seewolf gleich mit 8 grossen (650 Millimeter) Torpedorohren ausgerüstet.

Sie ist aus extrem widerstandsfähigem (und kostspieligem) HY-100 Stahl gebaut, damit sie durch Eis brechen kann, da sich die Strategischen U-Boote der Sowjet-Union im Falle eines Atom-Krieges wahrscheinlich unter arktischen Eis versteckt hätten.

Aus den Torpedo-Röhren können auch Tomahwaks abgefeuert, wovon bis zu 50 Stück an Bord gelagert werden können.

Der S6W Nuklear-Reaktor liefert rund 45.000 PS und ermöglicht der Seewolf eine praktisch unbegrenzte lange Tauchfahrt.

Verlängerte Version

Da eine Seewolf zwischen 3 und 4 Milliarden $ kostet und der Kalte Krieg zu Ende ist, wurden nur 3 Exemplare der Seewolf-Klasse gebaut.

Eines davon, die USS Jimmy Carter, wurde nachträglich durch eine zusätzlich eingebautes Segment auf 138 Meter verlängert. In dem zusätzlichen Segment sind Tauchroboter untergebracht und es befindet sich Technologie darin, um Unterwasserkabel abzuhören.

6. Das grösste Jagd-U-Boot der Welt

Die K560 Sewerodwinsk
KlasseYasen-Klasse
LandRussland
Antriebnuklear
VerwendungJagd-U-Boot
Bewaffnung10 x 533 mm Torpedorohre + 8 Slots für Marschflugkörper
LängeYasen: 139,2 Meter
Yasen-M (seit 2014): 130 Meter

Die Boote der Yasen-Klasse (NATO-Codename Graney) bringen es auf eine Länge von 139,2 Meter. Die modernere Variante Yasen-M, die seit 2014 gebaut wird, noch auf eine Länge von 130 Meter.

2 Boote der Yasen-Klasse tun bereits ihren Dienst in den russischen U-Boot-Streitkräften. Weitere 7 Exemplare sind im Bau. Ein Boot kostet rund 50 Milliarden Rubel, das entspricht gut einer Milliarde Euro.

Der Kernreaktor

In den Booten vom Typ Yasen-M bauen die Arbeiter den KTP-6- Reaktor vom Kaluga Turbinenwerk ein. Der Druckwasserreaktor bringt es auf eine beachtliche Leistung von rund 200 MW (entspricht der benötigten Energie für 10 kleinere deutschen Städte).

Zudem gilt der Reaktor, da er ohne die lauten Umwälzpumpen auskommt, als extrem leise. Zusammen mit der Verwendung eines geräuscharmen Propellers statt einem Pump-Jet für den Antrieb „lärmt“ die Yasen deutlich weniger als ältere russische U-Boote. Sie liegt auf dem niedrigen Geräusch-Niveau der amerikanischen U-Boote, scheint im „Silent-Modus“ sogar etwas schneller fahren zu können als diese.

Die Bewaffnung der Yasen-Klasse

Als Jäger ist die Yasen mit 10 Torpedorohren mit dem Durchmesser von 53,3 Zentimetern ausgestattet. Verwendet werden fast 8 Meter lange USET-80-Torpedos oder UGST-Torpedos. Effektiv gegen feindliche U-Boote und Schiffe.

Des weiteren gibt es 8 vertikale Silos, aus denen die Marschflugkörper verschossen werden. Mit diesen werden Fregatten, Flugzeugträger oder gegnerische Stellungen an Land bekämpft.

5. Das grösste U-Boot von Europa

Europas grösstes U-Boot
Die HMS Victorious vor der Schottischen Küste
KlasseVanguard-Klasse
LandUK
Verwendungstrategisch
Länge149,9 Meter
Bewaffnung16 Raketenrohre für Trident-Raketen + 4 x 533 Torpedorohre
Besonderheitsollen ab 2030 durch Dreadnought -Klasse ersetzt werden

Die U-Boote der Vanguard-Klasse sind strategische U-Boote, die mit 16 Atom-Raketen bestückt werden können (SSBN). Die 149,9 Meter langen U-Boote gehören dem Vereinigten Königreiche und sind damit die längsten U-Boote einer europäischen Marine. Mit einem Preis von deutlich über 4 Milliarden € pro Boot sind die 4 Exemplare der Klasse auch die mit Abstand die teuersten Schiffe der Royal Navy.

Die Vanguard-Klasse kann 40 mal die Erde umrunden, ohne dass die Brenn-Stäbe des Kernreaktors von Rolls Royce ausgewechselt werden müssen. Vermutlich reicht das bis zum Dienstende der Boote.

Der vom Reaktor angetriebene Pump-Jet beschleunigt die Vanguard auf eine Unterwasser-Geschwindigkeit von fast 50 Km/h

Die Bewaffnung der Vanguard

Die Vanguard verfügt über 16 Raketenröhre, aus denen Langstrecken-Raketen vom Typ Trident 5D abgefeuert werden können. Eine einzige Rakete dieses Typs kann mit bis zu 14 thermonuklearen Sprengköpfen ausgerüstet werden, wobei ein Sprengkopf das 8-fache Zerstörungspotential der Hiroshima-Bombe aufweist.

Offiziell hat die Vanguard nur 10 statt der maximal möglichen 16 Raketen an Bord und jede Rakete hat „lediglich“ 4 Spreng-Köpfe.

Zudem existieren 4 Torpedoröhre. Die Torpedos sind vom Typ Spearfish. Ein Torpedo hat eine Länge von knapp 6 Metern und kann Ziele im Umkreis von rund 60 Kilometern bekämpfen.

4. NATO-Codename Borei

Russisches U-Boot der Borey-Klasse
Klasse 955А «Борей-А» (Borei-Klasse)
LandRussland
Verwendungstrategisch (SSBN)
Länge170 Meter
Bewaffnung16 x Raketen-Slots + 8(6) x 533 mm Torpedorohre

Die grossen russischen strategischen U-Boote entstammen dem Projekt 955 „Borey“ (NATO-Codename Borei). Diese U-Boote sind relativ modern. Im Jahr 2007 lief das erste Bootes der Borei-Klasse nach einigen Verzögerungen vom Stapel. 4 Boote sind aktuell (August 2021) bereits in der Flotte aktiv, weitere 6 sind in Planung/im Bau.

Mit einer Länge von 170 Meter ist die Borei-Klasse nur wenige Zentimeter kleiner als die amerikanische Ohio-Klasse. Allerdings ist sie mit 13,5 Meter Breite dicker als ihrer Pendant von der US-Navy, das führt zu einer höheren Wasserverdrängung von 24.000 Tonnen (Ohio-Klasse: 18.750 Tonnen). Oftmals wird die Borei-Klasse daher als das zweitgrößte U-Boot der Welt genannt. In dieser Liste gehen wir aber nach der Länge, daher ist sie auf den 3. Platz gelandet.

Bewaffnung

Als SSBN sind die Schiffe der Borei-Klasse mit 16 Abschussvorrichtungen für Interkontinentalraketen ausgestattet. Russland verwendet Bulawa-Raketen (Nato-Name: SS-N-32) Diese Raketen fliegen über 9000 Kilometer weit und können mit bis zu 10 Atomsprengköpfen bestückt werden.

Zur Selbstverteidigung wurden 8 (bzw. 6 in der verbesserten, modernen Variante Borey-A) Torpedorohre eingebaut.

3. Das grösste U-Boot der USA

grösstes amerikanisches U-Boot
USS Rhode Island auf dem Atlantik
KlasseOhio-Klasse
LandUSA
Verwendungstrategisch (SSBN / SSGN)
Länge170,69 Meter
BewaffnungSSBN-Variante: 24 Raketen-Slots + 4 Torpedorohre
SSGN-Variante: 22 Slots für atomare Marschflugkörper + 4 Torpedorohre

Die 18 U-Boote der Ohio-Klasse sind Kinder des Kalten Kriegers – geplant bereits in 60er Jahren, 1981 wurde das erste Boot dieser Klasse in den Dienst gestellt.

Mit der Länge von 170,69 Meter und der Breite von immerhin 12,8 Meter sind sie die grössten U-Boote der USA und der „westlichen Welt“ überhaupt.

Mit ihren 24 Startröhren für 24 Atomraketen handelt es sich um Strategische U-Boote, um die nukleare Zweitschlagfähigkeit der USA im Falle eines Atom-Krieges zu gewährleisten.

Ist eine Ohio vollständig mit Atomraketen vom Typ Trident 5D bestückt, entspricht dies der Sprengkraft sämtlicher im 2. Weltkrieg eingesetzter Waffen (abzüglich der 2 Atombomben auf Japan)

Der Reaktor und weitere Bewaffnung

Die Energiequelle ist ein S8G-Druckwasserreaktor von General Electric mit einer Leistung von 45 MW. Mit starken Batterien und einem Hilfsdiesel (325 PS) soll der Reaktor im Falle eines Ausfalls wieder hochgefahren werden.

Zusätzlich zu den Raketenrohren verfügt jedes U-Boot über 4 Torpedo-Rohre zur Selbstverteidigung. 4 der 18 U-Boote der Ohio-Klasse wurden zu SSGN umgebaut und verschießen nun aus 22 der 24 Röhren Marschflugkörper, die ebenfalls atomar bestückt werden können. Die restlichen 2 Röhren dienen auf diesen umgebauten Booten als Ein- und Ausstieg für Kampftaucher.

Die Patrouillenfahrten der Ohio-Klasse

Bis zum heutigen Tage fahren die U-Boote in der Tiefe der Meere auf einer streng geheimen Route Patrouille und warten auf den Abschuss-Befehl.

Eine Patrouille dauert 70 bis 90 Tage. In diesem Zeitraum sind die 160 Mann der Besatzung vollständig von der Aussenwelt abgeschnitten – kein Internet, kein Telefon.

Es werden laut Wikipedia 4500 l Milch, 22.000 Eier, 3,5 t Fleisch, 400 kg Fisch, 2 t Kartoffeln und 2 t Gemüse sowie rund 400 kg Obst mitgeführt. Frischwasser wird aus dem Meerwasser erzeugt. Alkoholika sind nicht erlaubt.

Zudem ist eine Videothek mit 500 Filmen an Bord, um der Mannschaft die oft ereignislosen Stunden etwas erträglicher zu gestalten.

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2. Typhoon-Klasse

grösstes u-Boot aller Zeiten
Ausgemustert
Klasse941 «Акула» (Typhoon-Klasse)
LandSowjet-Union
Verwendungstrategisch (SSBN)
Länge172,8 Meter
Bewaffnung20 Raketen-Slots für R-39 + 6 Torpedorohre
Besonderheitmit 23,3 Meter breitestes U-Boot aller Zeiten

Den Platz als das grösste U-Boot der Welt erobert das russische Projekt 941 (NATO-Name Typhoon-Klasse). Diese U-Boote sind mit einer Länge von 172,8 Meter etwa 2 Meter länger als die amerikanische Ohio-Klasse. Da die Typhoon-Klasse aber mit 23,3 Meter extrem breit ist (diese ungewöhnliche Dicke ist auch auf den Fotos ersichtlich), weist sie eine enorme Wasserverdrängung von 48.000 Tonnen im getauchten Zustand auf)

Insgesamt wurden 6 Einheiten dieses strategischen U-Bootes in den 70er und 80er Jahren gebaut; geplant waren ursprünglich 12 Boote. Im Laufe des Jahres 2021 wurde die letzte noch aktive Typhoon ausgemustert. In Zukunft wird die moderne Borei-Klasse (Platz 3 dieser Top 10) ihre Aufgaben übernehmen

Bewaffnung der Typhoon

20 Raketen vom Typ R-39 finden ihren Platz an Bord. Diese in den 70er Jahren entwickelten dreistufigen Raketen gelten als die größten und schwersten Raketen weltweit, die von einem U-Boot abgefeuert werden können.

Außerdem existieren 6 Torpedorohre, die auch zum Auslegen von Minen genutzt werden können.

Komfort an Bord

Laut Angaben der russischen Wikipedia bezeichnen die Matrosen die Typhoon als „Schwimmendes Hilton“. Der Grund liegt in für ein U-Boot ungewöhnlichen Annehmlichkeiten: So gibt es ein kleinen Schwimmbecken (4 mal 2 Meter Fläche, die Tiefe beträgt 2 Meter) und eine ebenfalls kleine Sporthalle. Des Weiteren gibt es eine Lounge, eine Sauna und ein Solarium (in Eichenholz-Optik).

Die Offiziere logieren in behaglichen Doppelt- oder Vierbettkabinen mit Fernseher, Klimaanlage und eigenem Waschbecken.

1. K-329 Belgorod

grösstes U-Boot der Welt
Sehr hässliche selbst gemalte Skizze der K-329 Belgorod
KlasseК-329 «Белгород» (K-329 Belgorod)
LandRussland
VerwendungExperimental / Prototyp
Länge184,4 Meter
Bewaffnung6 konventionelle Torpedorohre + 6 Atomtorpedo Poseidon (Kanyon)
BesonderheitBauzeit betrug knapp 30 Jahre

Das neue grösste U-Boot der Welt wurde im Juli 2022 in den Dienst gestellt. Der Baubeginn war aber bereits am Juli 1992 in der Sevmash-Werft in Severodvinsk. Es basierte auf der Oscar II Klasse, einen strategischen U-Boot aus der Zeit der Sowjetunion.

Immer wieder kam es zu teilweise jahrelangen Baustopps, mehrmals stand das Projekt ganz vor dem Aus oder es wurde nur im Schneckentempo mit minimalen Finanzeinsatz weitergebaut.

Während der langen Bauphase wurden die Pläne und der Verwendungszweck des Bootes wiederholt geändert. Das was dann im Jahr 2019 zu ersten Testfahrten in See stach, lässt sich am ehesten als Experimental-U-Boot betrachten

Atom-Torpedo Poseidon

Zum einen ist es wahrscheinlich das erste russischen U-Boot, das die Unterwasserdrohne Poseidon (Nato-Name Kanyon), eine ebenfalls noch experimentelle Langstrecken-Unterwasser-Waffe mit sich führt. Dabei handelt es sich um einen überlangen Torpedo (20-24 Meter), der im Meer bei einer Tauchtiefe von bis zu 1000 Metern eine Reichweite von 10.000 Kilometer haben soll und mit einem nuklearen Sprengkopf bestückt werden kann. Ziel einer solchen Waffe könnten zum Beispiel westliche Hafenstädte sein.

Es kann vermutlich auch als eine Art Trägerschiff diesen: An den Rumpf kann ein kleineres U-Boot angedockt werden, das bei Bedarf separate Tauchfahrten durchführt

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