Die Top 10 der wichtigsten deutschen Könige der Geschichte

0
Share

Die Geschichte der deutschen Könige erstreckt sich über viele Jahrhunderte und ist geprägt von einer Vielzahl von Herrschern und Dynastien. Es ist eine reiche Geschichte, die die Entwicklung Deutschlands im Laufe der Jahrhunderte widerspiegelt.

Lerne die 10 „wichtigsten“ deutschen Könige kennen, die diese Geschichte prägen:

10. Wilhelm II. (Deutsches Kaiserreich)

Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen

Wilhelm II., vollständig bekannt als Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen, wurde am 27. Januar 1859 in Berlin, Deutschland, geboren. Er war der letzte deutsche Kaiser (Kaiser von Deutschland) und König von Preußen. Wilhelm II. folgte seinem Großvater, Kaiser Friedrich III., im Jahr 1888 auf den Thron. Während seiner Herrschaft, die bis zu seiner Abdankung im Jahr 1918 dauerte, spielte er eine entscheidende Rolle in den politischen Entwicklungen und Spannungen, die zum Ersten Weltkrieg führten.

Kurz vor dem Ende des verlorenen 1. Weltkrieges flüchtete Wilhelm II. am 9. November 1918 ins Exil in die Niederlande, wo er bis zu seinem Tod am 4. Juni 1941 lebte. Die offizielle Abdankung als Kaiser erfolgte am 28. November 1918

Wie prägte er die deutsche Geschichte?

Seine Persönlichkeit und politischen Entscheidungen spielten eine entscheidende Rolle in den Ereignissen, die zum Ersten Weltkrieg führten und schließlich zur Auflösung des Deutschen Reiches. Wilhelm II. ist auch in die Geschichte eingegangen als letzter deutscher Kaiser und letzter König von Preussen

Stammwappen des Hauses Hohenzollern
Kaiserstandarte Wilhelm II.

9. Franz II. (HRR)


Franz II., geboren am 12. Februar 1768 in Florenz regierte als Kaiser von 1792 bis zur seiner Erlöschung im August 1806 das Heilige Römische Reich. 1804 nahm er den Titel Franz I. von Österreich an und wurde zum ersten Kaiser des österreichischen Kaiserreichs. Franz II. starb am 2. März 1835 in Wien

Der Doppeladler des Hauses Habsburg-Lothringen

Warum war Franz II. wichtig für die deutsche Geschichte?

Am August 1806 legte Franz II. die Kaiserkrone nieder und erklärte das HRR für erloschen. Damit war er der letzte Deutsch-Römische Kaiser der Geschichte. Der Hintergrund: Das HRR hatte in den Jahrzehnten zuvor rapide an Bedeutung verloren wegen der übermächtigen Stellung Frankreichs unter Napoleon. Die meisten deutschen Länder waren dem Rheinbund beigetreten, eine Konföderation, die von Frankreich bestimmt wurde. Nicht beigetreten waren das immer mächtiger werdende Königreich Preußen und das Kaisertum Österreich

8. Friedrich der Schöne (HRR)

Friedrich der Schöne, mit vollem Namen Friedrich IV. von Habsburg, wurde um 1289 geboren und war von 1303 bis 1330 Herzog von Österreich und der Steiermark und von 1314 bis 1330 Gegenkönig des Heiligen Römischen Reiches. Er stand im Konflikt mit Ludwig IV. dem Bayern um die Königs- und Kaiserwürde. Friedrich starb im Winter 1330 im Alter von 41 Jahren auf auf Burg Gutenstein

Warum war er bedeutend für die deutsche Geschichte?

Bei der Königswahl im Jahr 1314 waren die Kurfürsten in 2 Lager gespalten: Das eine für Ludwig den Bayern (Haus Wittelsbach), das andere für Friedrich Haus Habsburg). So wurden schliesslich 2 Könige gewählt: Ludwig der Bayer auf der linken Mainseite und Friedrich (den Beinamen der Schöne erhielt er erst im 16. Jahrhundert) auf der rechten.

Bei der Schlacht von Mühldorf im Jahr 1322 mit rund 10.000 Kämpfern sollte ausgefochten werden wer der „richtige König“ war. Ludwig der Bayer gewann die Schlacht und wurde später auch zum Kaiser gesalbt. Friedrich landete zunächst im Kerker von Burg Dornberg, wurde dann aber von Ludwig freigelassen und zum Mitkönig ernannt um die Einigkeit des Reiches zu stärken. Friedrich spielte aber stets die „2. Geige“ und wurde auch nicht zum Kaiser ernannt

7. Friedrich der Grosse (Preussen)

Friedrich II. von Preußen auch bekannt als Friedrich der Große aus dem Haus Hohenzollern, wurde am 24. Januar 1712 geboren. Er war von 1740 bis zu seinem Tod im Jahr 1786 König in bzw. von Preußen. Friedrich war ein bedeutender Monarch und Militärstratege, der für seine Reformen im preußischen Staat und seine Erfolge im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) bekannt ist. Er starb am 17. August 1786 in Potsdam, Preußen.

Flagge des Königreichs Preußen

Warum war Friedrich II. prägend für die deutsche Geschichte?

Friedrich II. machte Preußen zur Großmacht und ordnete so die politische Landschaft Europas neu und legte den Grundstein für das Deutsche Kaiserreich als Nachfolger des HRR, dass zu Fritzens Zeit schon in den letzten Zügen lag

6. Karl der Grosse (Karolingerreich)

Karl der Große, in Frankreich und England bekannt als Charlemagne, wurde wahrscheinlich um das Jahr 747 oder 748 geboren. Er wurde 768 König der Franken und von 800 bis zu seinem Tod im Jahr 814 zum ersten „Römischen Kaiser“ seit dem Untergang des Weströmischen Reiches gekrönt. Karl der Große war ein bedeutender Herrscher des frühen Mittelalters und er steht für die Karolingische Renaissance, die eine erste Blütezeit von Kunst, Kultur und Bildung in Europa nach dem Ende der Antike darstellte. Seine Herrschaft war von militärischen Eroberungen und der Verbreitung des Christentums geprägt. Er starb im Winter 814 in Aachen, wo sein Grab heute noch besichtigt werden kann. Das Karlolingerreich überlebte seinen Tod nur wenige Jahre

Seine Bedeutung für die deutsche Geschichte

Sowohl für die französischen Könige als auch für die deutschen Könige galt Karl I. als Stammvater und Vorbild. Besonders die deutschen Könige des HRR nahmen seine Karriere als Blaupause. Zunächst König, dann am besten nach einigen militärischen Erfolgen die Salbung zum Kaiser in Rom.

Im Vertrag von Verdun 843 wurde das Karolingerreich aufgeteilt in 3 Teile: Den Westen erhielt Karl der Kahle. Ludwig der Deutsche den Osten (daraus entwickelte sich das HRR) und Lothar das Mittelreich

5. Leopold I. (HRR)

Leopold I., mit vollem Namen Leopold Ignaz Joseph Balthasar Felician von Habsburg, wurde am 9. Juni 1640 geboren. Er war von 1657 bis zu seinem Tod im Jahr 1705 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Leopold I. war ein Mitglied der Habsburger-Dynastie und spielte eine wichtige Rolle in den politischen und religiösen Konflikten seiner Zeit, einschließlich des Dreißigjährigen Krieges und der Gegenreformation. Er heiratete seine Cousine Margarita Teresa von Spanien und stärkte dadurch die Position der Habsburger in Europa. Leopold I. starb am 5. Mai 1705 in Wien.

Wappen Haus Habsburg

Warum wichtig für die deutsche Geschichte?

Leopold I. gilt als der letzte bedeutende Kaiser des HRR. Danach verlor das Reich rapide an Bedeutung aufgrund der Entwicklung der Habsburgermonarchie und Preußen zu eigenständigen Großmächten, sowie der immer stärker werden Dominanz Frankreichs.

Während seiner Regentschaft sprengten die Heere des HRR den Belagerungsring der Türken um Wien im Jahr 1683 und drängten sie anschließend aus dem Balkan zurück

4. Friedrich II. (HRR)

Friedrich II. von Sizilien aus dem Geschlecht der Staufer wurde am 26. Dezember 1194 auf Sizilien geboren. Er gilt als einer der wichtigsten Herrscher des Hochmittelalters und war von von 1198 bis zu seinem Tod im Jahr 1250 König von Sizilien. Am 5. Dezember 1212 wurde er in Frankfurt zum deutschen König gewählt. Der Papst in Rom krönte ihn im Winter 2020 zum Kaiser. Dank eines Vertrages mit Sultan al-Kamil war Friedrich II. ab dem Jahr 2025 auch König von Jerusalem.

Hauswappen der Staufer

Warum war Friedrich II. ein wichtiger deutscher König?

Friedrich II. war ein bemerkenswert vielseitiger Monarch, der in Bereichen wie Politik, Kultur, Kunst und Wissenschaft aktiv war. Er führte Reformen in seinem Königreich Sizilien durch, die als sogenannte „Staufergesetze“ bekannt sind und das Königreich zu einer der am weitesten entwickelten Gesellschaften seiner Zeit machten.

3. Karl V. (HRR)

Kaiser Karl V. wurde am 24. Februar 1500 in Gent, Flandern (heute Belgien), geboren. Er war der Sohn von Philipp dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen und wurde in die mächtige Habsburger-Dynastie hineingeboren.

Im Jahr 1519 wurde Karl V. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches durch Papst Clemens VII. gekrönt, was ihn zu einem der mächtigsten Herrscher Europas machte. Er regierte über ein riesiges Reich, das nicht nur das Heilige Römische Reich, sondern auch Spanien und ihre Überseegebiete in Amerika, die Burgundische Niederlande und Aragon im Süden Italiens umfasste.

Im Jahr 1556 übergab er die Herrschaft über seine Länder an seinen Sohn und seinen Bruder und zog sich in das Kloster Yuste in Spanien zurück, wo er 1558 verstarb.

Großes Wappen Karls V.

Warum war Karl V. ein bedeutender deutscher Kaiser?

Er wird für seine Rolle in der europäischen Geschichte und die Verwaltung seines riesigen Reiches als bedeutender Monarch angesehen

Er war der letzte deutsche König, der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde. Seine Nachfolger erhielten die Kaiserwürde automatisch, mussten sich nicht mehr mit dem Papst gutstellen

Als bedeutende zivile Errungenschaft gilt die Constitutio Criminalis Carolina. Das erste deutsche im ganzen Reich geltende Strafgesetzbuch. In vielen Teilen Deutschlands war es bin ins 19. Jahrhundert geltendes Recht.

2. Friedrich I. „Barbarossa“ (HRR)

Kaiser Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa, wurde um 1122 geboren und war von 1155 bis zu seinem Tod im Jahr 1190 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Er entstammte der Dynastie der Staufer und gilt als bedeutender Herrscherfigur des Hochmittelalter

Er unternahm zahlreiche Feldzüge um Oberitalien stärker in das Reich einzubinden, scheiterte aber letztlich. Während eines Kreuzzugs, mit dem Ziel Jerusalem, die „heilige Stadt der Christenheit“ dem Sultan Saladin zu entreißen, ertrank Barbarossa am 10. Juni 1190 bei einem Bad im Fluss Saleph (heute Fluss Göksu im Süden der Türkei)

Warum war ein wichtiger deutscher Kaiser?

Er machte das Heilige Römische Reich zu der bestimmenden Macht in Europa.

Die Wirtschaft blühte, viele neue Burgen wurden erbaut und Städte gegründet. Das Königtum wurde gestärkt, indem sich die Fürsten und Bischöfe per Eid an ihn banden. Es bildete sich das für das Hochmittelalter charakteristische Drei-Stände-System heraus: Die Ritter sorgten für den Schutz, die Mönche beteten für das Seelenheil und die Bauern ernährten alle

1. Otto I. der Große (Ostfrankenreich)

Kaiser Otto I. aus der dem Geschlecht der Liudolfinger, bekannt als Otto der Große, wurde um das Jahr 912 geboren und regierte von 936 an das Ostfrankenreich auch Ottonische Reich genannt. Man kann es als Vorgänger für das HRR und als „das erste Reich der Deutschen“ sehen

Mit seinen Siegen gegen die Ungarn (Schlacht auf dem Lechfeld) und die Slawen im Jahr 955 sicherte er das Reich anhaltend gegen die Invasoren aus dem Osten ab und vereinigte zudem die Adeligen des Landes hinter sich.

Durch weitere militärische Erfolge erweitere er sein Herrschaftsgebiet erheblich auch nach Norden und nach Süden bis Süditalien. Ein Höhepunkt seiner Herrschaft war die Krönung zum Kaiser im Jahr 962 durch Papst Johannes XII. Diese legte den Grundstein für das Heilige Römische Reich und die enge Verbindung zwischen dem kaiserlichen Amt und der katholischen Kirche für viele Hundert Jahre.

4 Wochen nach dem Hoftag von Quedlinburg im Frühjahr 973, der als einer der ganz grossen politischen und gesellschaftlichen Veranstaltungen des Frühmittelalters gilt, starb Otto I.

Siegel Otto I.

Warum der bedeutendste deutsche König in dieser Liste?

Er erschuf als „idealer“ und mythische verklärter König und Kaiser eine Art Blaupause, dem die nachfolgenden Herrscher des HRR folgen wollten: Im deutschen Kernland des HRR Wahl zum König und militärische Erfolge gegen die Reichsfeinde, dann Feldzug nach Italien, um sich vom Papst zum Kaiser krönen zu lassen. Dadurch war er nicht nur gewählter König, sondern auch Kaiser „von Gottes Gnaden“

Neben seiner militärischen Erfolgen, war Otto I. auch für seine Förderung der Bildung und Kultur bekannt, unterstützte den Bau von Klöstern und Kirchen Dies alles führte zur „Ottonischen Renaissance“ führte.