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Die 10 grössten Lebewesen der Welt

Die grössten Lebewesen und Lebewesen überhaupt gibt es nach derzeitigen Stand der Wissenschaft nur auf unseren Planeten – der Erde.

Und dort haben sich Lebewesen in einer bunten Vielfalt entwickelt. Es gibt die drei Domänen Mehrzeller (Eukarya), Einzeller (Archaea) und Bakterien (Bacteria).

Die Domäne der Mehrzeller teilt sich wiederum in vier Reiche: Die Pflanzen, die Tiere (wozu auch wir Menschen gezählt werden), die Pilze und das geheimnisvolle Reich der Begründer.

Die grössten Lebewesen dieser Kategorien zeigt uns die Liste der 10 größten Lebewesen der Welt:

10. Das grösste Bakterium

Thiomargarita magnifica – das grösste Bakterium der Welt ist sogar mit dem Auge zu erkennen

ArtT. magnifica
DomäneBakterie
maximale Länge2 cm
OrtGuadeloupe
UmgebungMangrovenblatt
Besonderheit5000 Mal größer als normale Bakterien

Bakterien sind die einfachsten Lebewesen die existieren. Im Gegensatz zu Menschen, Tieren oder Pflanzen bestehen sie nur aus einer einzigen Zelle, die nicht mal einen Zellkern hat

Doch enthält diese Zelle das Erbgut und Zellmaschinen, welche die Bakterie mit Protein versorgen.

In der Regel sind Bakterien 0,1 bis 700 Mikrometer gross und nur unter dem Mikroskop zu erkennen.

Eine Ausnahme bildet das von Forschern des Lawrence Berkeley National Laboratory auf einem verrotteten Mangrovenblatt in der Karibik entdeckte Riesen-Bakterium T. magnifica: Es sieht aus wie ein dünner weißer Wurm oder eine Faser und ist mit einer Länge von bis zu 2 Zentimetern deutlich mit den bloßen Auge zu erkennen.

Dennoch besteht auch T. magnifica aus nur einer einzigen Zelle, die aber zu dieser ungewöhnlichen Grösse herangewachsen ist. Ein Grund für die Grösse könnte sein, dass es sich durch Chemosynthese von Schwefel ernährt und nicht die Energie durch das Sonnenlicht bezieht, wie viele Bakterien.

9. Das grösste Insekt der Welt

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie in Zweig. Aber es handelt es sich bei der Gespensterschrecke Phobaeticus chani um das größte Insekt der Welt. Bei genaueren Hinsehen ist auch der Kopf zu erkennen (roter Kreis)

ArtPhobaeticus chani
OrdnungPhasmiden (Gespensterschrecken)
maximale Gesamt-Länge (mit Beinen und Fühlern)57 Zentimeter
maximale Körperlänge (Kopf bis Hinterleib)36 Zentimeter
VorkommenBorneo
BemerkungZwar das längste Insekt, aber nicht das schwerste

Die Phasmiden der Art Phobaeticus chani sind Meister der Tarnung. Wenn sie leicht im Wind schaukelnd mit den Hinterbeinen an den Zweigen von Pflanzen hängen, sind sie für Fressfeinde kaum zu erkennen.

Sie sind beliebte Tiere für ein Terrarium und können auch mit heimischen Blättern wie der Rotbuche ernährt werden.

Ein weiteres Insekt, das für den Rang als größtes Insekt der Welt in Frage kommt ist der Goliathkäfer (siehe Top 10). Mit einer Körperlänge von 20 Zentimeter ist er zwar deutlich kürzer, aber mit einem Gewicht von 110 Gramm (gut doppelt so schwer wie eine wohlbeleibte Maus) ist dieser Rosenkäfer das schwerste Insekt der Welt.

Fossil einer Riesenlibelle

Das größte Insekt aller Zeiten (bzw. das grösste bekannte) war hingegen eine Riesenlibelle namens Meganeura monyi, die vor 300 Millionen Jahren im Karbon durch die Lüfte schwirrte. Ihre Flügelspannweite betrug 70 Zentimeter und das Gewicht bis u 150 Gramm.

8. Der grösste Schwamm

Heutzutage wird der Schwamm nicht mehr zu den Pflanzen, sondern zu den Tieren gezählt. Doch Schwämme sind außergewöhnliche Tiere: Ohne Gehirn, ohne Blutkreislauf oder Verdauungstrakt.

ArtXestospongia muta
Länge2 Meter
Durchmesser1,80 Meter
Lebensdauer>2000 Jahre
LebensraumKaribik

Dieser riesige Fassschwamm wächst an karibischen Korallenriffen in einer Tiefe von 10 Metern.

Bestimmte Zellen des Schwamms, die Choanozyten, erzeugen durch schnelles Hin und Her Schwingen einen Wasserstrom, der die Hohlräume des Schwammes füllt und filtern zugleich die Nährstoffe aus dem Wasser.

Andere Zellen, die Amöbozyten, übernehmen die Nährstoffe und wandern damit innerhalb des Schwammes zu den Stellen, wo diese gebraucht werden.

Die Zellen, die verschiedene Aufgaben erfüllen, bilden also ein Art primitives Verdauungs- und Nervensystem, über das der Schwamm ja nicht verfügt.

7. Das grösste Raubtier (Land)

Das grösste heute lebende Land-Raubtier ist der Eisbär. Er erreicht ein Gewicht von 700 Kilo und eine maximale Länge vom Po bis zur Nase von 3,40 Metern.

ArtUrsus maritimus
Länge (maximal)3,40 Meter
Schulterhöhe (max)1,60 Meter
Maximalgewicht700 Kilo
LebensraumPolarkreis
BesonderheitGilt als Meeressäuger

Der Eisbär ist noch ein Stückchen grösser und schwerer als der Kodiakbär und gilt daher als das größte derzeit lebende Landraubtier.

Sowohl im Wasser als auf dem polaren Eis bewegt sich der hyperkarnivore Eisbär trotz seiner Masse erstaunlich behände. Tagelang ohne Pause schwimmend legen sie Entfernungen von hunderten Kilometern zurück. Die dicke Fettschicht und das Fell schützen im eiskalten Wasser des Polarmeers vor dem Erfrieren. Im Sprint auf dem Eis erreichen Eisbären kurzzeitig Geschwindigkeit von 40 Kilometer pro Stunde. Die pelzigen Raubtiere ernähren sich hauptsächlich von Robben.

Das grösste Land-Raubtier jemals, war wahrscheinlich der Spinosaurus, der vor rund 100 Millionen Jahren lebte. Mit einer Körperlänge von 16 – 18 Metern und eine Gewicht von 9 Tonnen übertraf er den Eisbären um ein Vielfaches. Dennoch hatte er Gemeinsamkeiten. Auch er lebte an der Küste und bewegte sich häufig im Wasser.

Spinosaurus

6. Das grösste Raubtier aller Zeiten

Der Pottwal gehört zu den Zahnwalen. Und Zähne braucht er, denn seine Lieblingsspeise sind Riesen-Kalmare

ArtPhyseter macrocephalus
Länge max.>20 Meter
Gewicht80 Tonnen
Lebensraumalle Meere
BesonderheitBis zu einem Drittel der Länge macht der gewaltige Kopf aus

Als Raubtier verfügt der Pottwal über 40-60 spitze Zähne mit einer Länge von etwa 20 Zentimeter. Er taucht sehr tief, 3000 Meter und mehr. Dabei bleibt der Pottwal bis zu 100 Minuten unter Wasser, obwohl er als Säugetier mit Lunge gelegentlich auftauchen muss, um Luft zu atmen.

Er kann so lange unter Wasser bleiben, da viel Sauerstoff im Blut und den Muskeln gespeichert wird, zudem fällt der Pottwal beim Tauchen in eine Art Sparmodus.

Der Grund für die tiefen Tauchgänge: Er ernährt sich am liebsten von Riesen-Tintenfischen, die sich in dieser Tiefe befinden. Daneben verputzt ein Pottwal auch Thunfische oder kleiner Haie. Insgesamt vertilgt ein großer männlicher Wal rund 1500 Kilo Frisch-Fisch am Tag.

Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Pottwal um das größte und schwerste Raubtier, was es jemals gab. Die großen Räuber der Urzeit wie der Riesenhai Megalodon waren kleiner, allenfalls die größten Ichthyosaurier könnten ungefähr an die Größe des Pottwals herankommen.

5. Der längste Wurm der Welt

Bis zu 30 Meter lang wird der fleischfressende Wurm Lineus longissimus. Er bevorzugt Brackwasser und Gezeiten-Tümpel als Lebensraum

ArtLineus longissimus
Länge30 Meter (Gerüchte: >50 Meter)
Durchmesserbis 1 cm
LebensraumBrackwasser der nördlichen Küsten

Lineus longissimus gehört zum Stamm der Schurwürmer und bereits das Durchschnittsexemplar erreicht eine Länge von 10 Meter. Nicht selten werden die Würmer aber bis zu 30 Meter lang. Es wird sogar von einem 55 Meter langen Exemplar berichtet, dass im Jahr 1864 an der Schottischen Küste gefunden wurde. Damit wäre der Schürwurm der Art Lineus longissimus das längste Tier der Welt, allerdings könnte es sich bei dem über 30 Meter langen Tier auch um Seemannsgarn handeln.

Lineus longissimus wandert langsam über den schlammigen Meeresgrund in Küstennähe und ernährt sich von kleinen Getier.

4. Das grösste heute lebende Tier, das grösste Säugetier

Das Herz eines Blauwals wiegt 1000 Kilo. Es schlägt, wenn der Blauwal taucht nur 2 Mal in der Minute.

ArtBlauwal
Grösse (max)33,6 Meter
Höchstgewicht>200 Tonnen
Wo?Alle Ozeane
Tiefe im Meerbis zu 500 Meter

Bei Blauwalen, wie bei allen Walen und Delphinen, handelt es sich um Säugetiere, die zudem eine Lunge und keinen Kiemen haben. Daher müssen sie ab und zu auftauchen (alle 2 bis max. 10 Minuten beim Blauwal) um Luft zu holen. Dann stoßen sie die mit Feuchtigkeit vermischte verbrachte Atemluft in einer neun Meter hohen Fontäne aus und saugen frische Luft ein

Manchmal tauchen Blauwale bei der Nahrungssuche 500 Meter und tiefer, diese Tauchgänge dauern 20 Minuten.

Wie alle Bartenwal lässt der Blauwal während des Schwimmens riesige Mengen Meerwasser in sein Maul fluten. Die bis zu 4 Meter langen Barten filtern daraus das Plankton, von welchen der Blauwal sich ernährt. Bis zu 40 Millionen Kleinkrebse fallen dem Blauwal dabei am Tag zum Opfer. So erreicht er sein Gewicht von 200 Tonnen, was ihm zum schwersten bekannten Tier aller Zeit macht. Im Winter essen Blauwale dagegen kaum, sondern ernähren sich von dem Fett, was sie im Sommer angefressen haben.

3. Das grösste Tier aller Zeiten

Das grösste Landtier aller Zeiten, von dem wir Zeit wissen, vielleicht sogar das grösste Tier, was jemals gelebt hat – der Argentinosaurus

ArtArgentinosaurus huinculensis
Länge30 – 40 Meter
Gewicht50 – 100 Tonnen
Wannn gelebt?Späte Kreide
Wo?Heutiges Argentinien

Der riesige Argentinosaurus gehörte zu den Titanosauriern, einer Untergruppe der Sauropoden, der riesigen langhalsigen pflanzenfressenden Dinosauriern.

Die Titanosaurier starben als letzte Überlebende der Sauropoden beim großen Dinosauriersterben vor 66 Millionen aus.

Wie gross der Argentinosaurus huinculensis genau war, ist schwer zu sagen, denn nur wenigen Knochen wurden bisher gefunden (siehe Bild, nur die farbigen und die weissen Knochen(teile) haben Archäologen wirklich gefunden, der Rest des Skelets wird computerberechnet). Auf jeden Fall gibt es bei der Größe und beim Gewicht daher einen Spielraum

Einige Paläontologen haben jedoch berechnet, dass der Argentinosaurus bis zu 40 Meter lang werden konnte. Damit wäre er grösser als die heutigen Blauwale (33,6 Meter) und damit das größte Tier aller Zeiten. Blauwale sind allerdings rund doppelt so schwer.

2. Der grösste Pilz der Erde

Pilze gehören weder ins Reich der Pflanzen noch sind sie Tiere, sondern sie bilden das dritte Reich der Mehrzeller. Eine Pilz-Kolonnie galt eine Zeitlang als das grösse Lebewesen der Erde

ArtDunkler Hallimasch
Name„Grosser Hallimasch“
Fläche der Ausbreitung9 Quadratkilometer
Gewicht7500 Tonnen
Alter>8000 Jahre
Ort Malheur National Forest, Oregon

Der Dunkle Hallimasch dient normalerweise als brauchbarer Speisepilz (wenn gekocht). Aber in einem Nationalpark in Oregon hat er ein komplettes Waldgebiet überwuchert und dabei viele sterbende Bäume hinterlassen. An der Oberfläche zu sehen sind nur harmlose Kolonien der Fruchtkörper, aber das Entscheidende spielt sich unter der Erde ab: Hier ist im Laufe der Jahrtausende ein riesiges Netzwerk aus Myzel und Rhizomorphen herangewachsen. Genauere Erklärung

Auch in der Schweiz existiert so ein Riesen-Hallimasch, der mit einer Ausbreitung von 500 mal 800 Metern deutlich kleiner ist, aber dennoch als Gefahr für die dortigen Bergkiefern gilt

1. Das grösste Lebewesen auf der Erde

Sehr viel grösser und schwerer als sämtliche Tiere, die jemals gelebt haben, werden die Pflanzen. Küstenmammutbäume werden über 110 Meter hoch

ArtKüstenmammutbaum
maximale Höhe 115 Meter (Hyperion)
Durchschnitt. Höhe90 Meter
Durchmesser Stamm max.7 Meter
Gewicht> 2500 Tonnen
VorkommenRegenwälder von Kalifornien und Oregon;
BemerkungEin 1872 gefällter Riesen-Eukalyptus in Australien hatte angeblich sogaar eine Höhe von 132 Meter

Ein anderer Kandidat für die grösste Pflanze und damit das grösste Lebewesen der Welt, wenn man nicht die Höhe sondern die Ausbreitung berücksichtigt: Ein Seegras-Teppich der Art Posidonia australis vor der Küste Australiens. Dieser entstand vor rund 4500 Jahren aus einem einzigen Keimling und breitet sich nun auf einer Fläche von eine Fläche von 200 Quadratkilometern aus. Damit übertrifft dieser Algen-Teppich den Grössten Pilz von 2. Platz der grössten Lebewesen deutlich.

Besonders beeindruckend sieht dieses flächenmässig grösste Lebewesen allerdings nicht aus

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