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Die grössten Krokodile der Welt

Krokodile sind sehr alt, wie die Dinosaurier und Vögel stammen sie von den Archosauriern ab, die vor 250 Millionen Jahren die Erde bevölkerten.

Archosaurier – Vorfahre sowohl von Krokodilen als auch von Dinosauriern/Vögel

Auch wenn es für den Laien schwer zu erkennen ist, sind Vögel und Krokodile evolutionstechnisch „Geschwister“. Biologen erkennen Ähnlichkeiten im Schädelbau, im Herz-Kreislaufsystem und an den Füssen.

Heutzutage gliedert sich die Ordnung der Krokodile in drei Familien: Echte Krokodile, Alligatoren (inklusive Kaimane) und Gaviale. Diese drei Familien umfassen 26 Arten.

In der folgenden Tabelle sind sämtliche Krokodilarten der Grösse (in Metern) nach aufgeführt. Die 4 grössten Krokodil-Arten der Welt jedoch werden ausführlicher erklärt mit Foto. Anschließend folgt das größte Krokodil aller Zeiten.

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Tabelle Krokodile

PlatzArtmax. Grösse
26Brauen-Glattstirnkaiman 1,50
25Keilkopf-Glattstirnkaiman 1,70
24Stumpfkrokodil „Dwarf crocodile“ 1,90
23China-Alligator 2,20 (3,00)
22Krokodilkaiman 2,64
21Brillenkaiman 2,70 (3,00)
20Australien-Krokodil „Freshie“< 3,00
19Beulenkrokodil 3,00 (4,30)
18Südliches Neuguineakrokodil> 3,00
17Philippinen-Krokodil 3,10
16Neuguinea-Krokodil 3,50
15Breitschnauzenkaiman 3,50
14Kubakrokodil 3,50 (5,00)
13Zentralafrikanisches Panzerkrokodil> 3,50
12Westafrikanisches Panzerkrokodil< 4,00
11Siam-Krokodil< 4,00
10Westafrikanisches Krokodil< 4,00 (5,00)
9Sumpfkrokodil 4,00 (5,00)
8Mississippi-Alligator< 5,00 (5,84)
7Sunda-Gavial „Falscher Gavial“ 5,00 (6,10)
6Schwarzer Kaiman „Mohrenkaiman“> 5,00 (6,10)
5Orinoko-Krokodil> 6,00 (6,80)

4. Das Spitzkrokodil „American Crocodile“ – Grösstes Krokodil des amerikanischen Kontinents

Das Spitzkrokodil „Amerikanisches Krokodil“ (Crocodylus acutus) ist mit einer Rekordlänge von 6,10 Metern und dem Gewicht von 907 Kilo das größte Krokodil des amerikanischen Kontinents und das 4. grösste der Welt.

Hauptsächlich hat es sein Verbreitungsgebiet in den mittelamerikanischen Ländern Dom Rep, Mexiko und Puerto Rico. Es gibt auch etwa 1000 freilebende Exemplare in den USA, in den mit Brackwasser versetzten Sümpfen an der Südspitze Floridas.

Nicht verwechseln sollte man das Spitzkrokodil auch „Amerikanisches Krokodil“ genannt mit dem Amerikanischen Alligator oder Missippi-Alligator (Alligator mississippiensis), der es mit einer maximalen Körperlänge von unter 5 Metern nur auf den 8. Platz der größten Krokodil gebracht hat und ebenfalls in Florida beheimatet ist.

Das Spitzkrokodil wird im Vergleich zu anderen Krokodilarten als mittelmäßig aggressiv eingestuft. Angriffe auf Menschen kommen vor, enden aber selten tödlich. Hunde und Ziegen hingegen befinden sich häufiger auf seinem Speiseplan.

3. der gösste Gavial

Auf den ersten Blick ist zu erkennen was das besondere Erkennungszeichen des Ganges-Gavial (auch Echter Gavial) ist. Die Knolle (Ghara) auf der mit 110 Zähnen bewaffneten spitzen Schnauze wächst nur bei den männlichen Tieren. Dadurch wird das aus den Nasenlöchern ausgestoßene Zischen verstärkt. Dieser bedrohliche Ton ist noch auf größere Entfernung gut zu vernehmen.

Die grössten männlichen Gangesgaviale werden gut 6 Meter gross. Es gibt allerdings mehrere Berichte von Jägern Anfang des 20. Jahrhunderts, die von 7 oder gar 9 Meter langen Tieren berichten. Eventuell sind die grössten Gaviale, die wie alle Krokodile ihr ganzes Leben wachsen und daher erst im hohen Alter ihre Maximalgrösse erreichen, durch Jäger und Fischer erlegt wurden.

Vor etwa 15 Jahren galt der Gangesgavial in freier Wildbahn als fast ausgestorben: 2006 wurden weniger als 250 Exemplare gezählt. Durch Programme zur Auswilderung und strengere Schutzmaßnahmen scheint sich in den letzten Jahren die Population in indischen und nepalesischen Naturschutzgebieten wieder etwas zu erholen.

2. Das zweitgrösste Krokodil der Welt und das grösste Krokodil Afrikas

Das Nilkrokodil lauert nicht nur im Nil, sondern ist an und in Flüssen und Seen in weiten Teilen Afrikas zu finden. Mit seiner Maximalgrösse von 6,50 Metern ist es nicht nur das größte Krokodil Afrikas, sondern auch das zweitgrößte der Welt. Solche außergewöhnlich grossen Tiere sind schwerer als eine Tonne. Das durchschnittliche männliche Nilkrokodil ist allerdings nur zwischen 3 und 5 Meter lang und wiegt zwischen 225 und 750 Kilo. Die Weibchen sind deutlich kleiner und leichter.

Tagsüber entspannen die sozial veranlagten Nil-Krokodile in Gruppen an den Ufern von Gewässern, wobei den ältesten und grössten Männchen die besten Sonnenplätze zustehen. Diese sind sie auch bereit bis aufs Blut zu verteidigen. (Reptilien sind viel mehr als Säugetiere auf die wärmende Kraft der Sonne angewiesen)

Nachts gleitet das Nilkrokodil zur Jagd ins Wasser. Die Beute besteht aus Fisch, Wasserschildkröten und Wasserschnecken, aber auch größere Säugetieren wie Gnus oder Leoparden, verschmäht das Nilkrokodil nicht. Kleine Tiere verschlingt das Nilkrokodil am Stück, große Tiere versucht es unter Wasser zu drücken, bis sie ertrunken sind.

Das Nilkrokodil sieht auch Menschen als Beute an, daher ist Vorsicht bei Spiel und Spass im Wassser geboten

1. Das grösste Krokodil der Welt

Der Name Salzwasserkrokodil weist bereits auf eine Besonderheit des grössten Krokodils der Welt hin: Es ist das einzige Krokodil, das sich dauerhaft im Salzwasser der Meere aufhalten kann. So berichten Fischer von Salzwasser-Krokodile im offenen Meer 1000 Kilometer von der Küste entfernt.

In der Regel bewohnt es aber die brackigen Mangrovensümpfe und Flussmündungen in Süd-Ost-Asien, in Indien und auch an der australischen Nordküste.

Due durchschnittliche Körpergrösse der Männchen beträgt zwischen 4 bis 5,5 Meter. Die grössten männlichen Leistenkrodile (so werden Salzwasserkrokodile auch genannt) erreichen sogar eine Länge von 7 Metern. Diese Ausmasse weisen aber nur die wenigsten Leistenkrokodile auf, was auch an der verstärkten Jagd auf die besonders grossen Exemplare liegen mag. Nach dem Quadrat-Würfel-Gesetz hätte ein 7 Meter langes Krokodil das enorme Gewicht zwischen 1500 und 2000 Kilo.

Berichte über 10 Meter grosse Leistenkrokodile mit einem Gewicht von 3000 Kilo sind eher als Jägerlatein zu beurteilen. Bei Messungen des Schädels kamen die Wissenschaftler zum Schluss: Das Tier erreichte allenfalls die oben erwähnte Maximallänge von 7 Metern.

Leistenkrokodile sind nicht nur die grössten Krokodile, sondern gelten auch als die aggressivsten. CrocBITE, die Datenbank für Krokodilangriffe, zählt seit 1995 über 600 Tote, die auf das Konto von Leistenkrokodilen gehen. Auch gibt es diverse Berichte von Schiffbrüchigen, Dorfbewohnern und ganzen Regimentern, die sich im Krieg im Dschungel verirrt hatten und von Salzwasserkrokodilen verspeist wurden.

Fakt ist: Das Leistenkrodilil ist vom Mensch durch die Jagd und die Abholzung von urwüchsigen Mangrovenwäldern wesentlich stärker bedroht.

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Das grösste Krokodil aller Zeiten – Urzeitkrokodil – Deinosochus

Skelett des Deinosochus

Er lebte 80 Millionen Jahre vor uns an den Ufern des Western Interior Sea – ein flaches Binnenmeer, welches damals einen Grossteil der heutigen USA und Kanada bedeckte und Nordamerika in 2 Hälften teilte.

Sowohl vom Aussehen als auch seiner Lebensweise ähnelte das riesige Reptil den heutigen Nilkrokodilen oder Leistenkrokodilen, allerdings war der Deinosochus fast doppelt so gross wie diese auch schon beeindruckenden Tiere.

Forscher geben seine maximale Länge mit 12 Metern an. Sein Gewicht hätte in diesem Fall dank des bereits erwähnten Quadrat-Würfel-Gesetz stolze 8,5 Tonnen betragen.

Deinosochus dürfte selbst mittelgroße pflanzenfressenden Dinosaurier wie den Hadrosaurus mit einer Länge von immerhin 9 Metern gejagt und verspeist haben. Weitere häufige Beute waren nach Erkenntnissen der Wissenschaft Seeschildkröten und Fische.

Weitere Kandidaten für das grösste Krokodil aller Zeiten, die ähnlich gross oder vielleicht ein Stückchen kleiner waren:

  • Purussaurus, ein Riesen-Kaiman, der noch vor 8 Millionen Jahren lebte und nach neueren Erkenntnissen wahrscheinlich knapp 11 Meter gross werden konnte
  • Sarcosuchus imperator (vor 130 Millionen Jahren in Afrika). Seine Länge schätzen die Forscher anhand des 1,60 Meter langen Schädels auf 10-12 Meter.

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